Gaming PC: 10 Tipps für die Konfiguration

Ein selbst konfigurierter PC kann gegenüber einem gängigen Serienmodell große Vorteile bieten. So lässt sich beispielsweise das Preis- Leistungsverhältnis bestmöglich nutzen, da alle Komponenten den individuellen Vorstellungen entsprechend gewählt werden können. Auch der optischen Gestaltung sind durch die große Anzahl an unterschiedlich designten Gehäusen und Beleuchtungsmöglichkeiten fast keine Grenzen gesetzt.

Damit die PC-Zusammenstellung auch zum gewünschten Ergebnis führt, sind hier zehn nützliche Tipps zur Konfiguration des eigenen Traum-PCs:

  1. Das Budget planen
    Nichts ist ärgerlicher, als im Verlauf der Konfiguration festzustellen, dass das Wunschgerät das gesetzte Budget sprengt. Es lohnt sich also, sich vor dem Teilekauf genaue Gedanken um den eigenen Leistungsanspruch zu machen und alle Komponenten des geplanten Budgets entsprechend zu recherchieren.
  2. Das Setup sollte ausbalanciert sein
    Gerade im Gaming-Bereich kommt es auf ein ausgewogen leistungsstarkes System an. Im Vorfeld sollten also Informationen gesammelt werden, welche Grafikkarten und Prozessoren beispielsweise gut miteinander harmonieren. Wird ein extrem leistungsstarker Prozessor mit einer nur mittelmäßigen Grafikkarte kombiniert, entsteht ein sogenanntes „Bottleneck“. Damit ist gemeint, dass die gesamte Systemleistung durch das schwächste Glied vermindert wird und das volle Potenzial manche Bauteile nicht genutzt werden kann, während andere schon am Limit arbeiten. „Bottlenecks“ sollten im Setup unbedingt vermieden werden.
  3. Das Mainboard bildet den Grundstein
    Das Mainboard verbindet alle internen Bauteile miteinander und bestimmt die Anzahl der Anschlussmöglichkeiten. Ebenfalls wird durch das Mainboard bestimmt, welche Prozessoren später unterstützt werden. Moderne Gaming-Mainboards, welche beispielsweise mit dem Z590 Chipset ausgestattet sind, bieten sogar schon Unterstützung beim Übertakten durch künstliche Intelligenz.
  4. Bei Grafikkarten auf den Hersteller achten
    Wer schon einmal das Angebot an Grafikkarten geprüft hat, hat vermutlich festgestellt, dass es von der Bezeichnung her identische Grafikkarten von verschiedenen Anbietern gibt. Der Chipsatz ist tatsächlich gleich, jedoch können sich die Gesamtleistungen aufgrund unterschiedlicher Kühlungen und Taktfrequenzen unterscheiden, also Augen auf beim Grafikkartenkauf.
  5. Das Netzteil nicht unterschätzen
    Das Netzteil liefert den Strom für alle Bauteile, wird jedoch häufig bei der Planung vernachlässigt. Deckt das Netzteil nicht die Leistungsanforderung der Komponenten ab, können Überhitzungen und Notabschaltungen bei hoher Leistungsabfrage die Folge sein. Das Netzteil sollte also dem Gesamtstrombedarf entsprechend richtig gewählt werden.
  6. Präzises Arbeiten ist von Vorteil
    Beim Zusammensetzten der Bauteile sollte sorgfältig und behutsam vorgegangen werden. Beispielsweise kann mangelhaft auf den Prozessor aufgetragene Kühlpaste zu Überhitzungsschäden führen, eilig gesetzte Stecker könnten nicht richtig einrasten und Wackelkontakte verursachen. Die Fehlersuche ist dann häufig frustrierend und langwierig, also lieber etwas Zeit beim Schrauben einplanen.
  7. Die Kühlung nicht vergessen
    Neben den Prozessor- und Grafikartenkühlern können in manchen Gehäusen zusätzliche Lüfter zum besseren Luftaustausch eingesetzt werden. Diese Steckplätze sollten ruhig genutzt werden, da ein ausreichender Frischluftfluss die Lebensdauer und Effizienz der Bauteile positiv beeinflusst.
  8. Einsparpotenzial beim Gehäuse beachten
    Technisch wichtig sind lediglich eine gute Passgenauigkeit und eine ausreichende Luftführung, wer ein wenig in Sachen Optik zurückstecken kann, kann mit einem unscheinbaren, aber hochwertigen Gehäuse reichlich Geld sparen.
  9. Die richtige Software nutzen
    Ist das erste Hochfahren erfolgt, sollten zunächst alle von den Komponentenherstellern empfohlenen Treiber installiert und auf den neuesten Stand gebracht werden. Häufig führen falsche oder fehlende Gerätetreiber zu vermeidbaren Fehlfunktionen.
  10. Die Wartung nicht vergessen
    Ist der PC nach der erfolgreichen Konfiguration eine Weile im Betrieb, sollte er auch regelmäßig gewartet werden. In erster Linie gilt es dabei alle Lüfter und Kühlrippen staubfrei zu halten, damit sie ihre Kühlleistung voll erfüllen können. Kommt es aufgrund mangelnder Wartung zu Überhitzungsschäden, kann es Probleme mit der Bauteilgarantie des Herstellers geben.